Fitness- & Konditions- Training für Tennis- Professionals

                 DIDAKTIK - THEORIE

Motorische Grundeigenschaften

KONDITIONELLE UND KOORDINATVE FÄHIGKEITEN 

             

Motorische Grundeigenschaften **

physische, konditionelle -koordinative Fähigkeiten

Arbeitsdefinitionen

Kraft Fähigkeit, einem äußeren Widerstand zu überwinden oder ihm entgegenzuwirken

SchnelligkeitFähigkeit, motorische Aktionen möglichst schnell durchzuführen

Ausdauer Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung bei langandauernden Belastungen

BeweglichkeitAktionsradius der Gelenke und die Dehnfähigkeit der Muskulatur

Die motorischen Grundeigenschaften stehen in wechselseitiger Beziehung zueinander und treten als sportspezifische Anforderung oft in Kombination auf (z.B. Schnellkraft, Schnelligkeitsausdauer etc.) und hängen auch mit koordinativen Aspekten zusammen. Beweglichkeit wird heute meist nicht mehr eindeutig den konditionellen Fähigkeiten zugeordnet, da koordinative Aspekte eine wichtige Funktion haben (vgl. Meinel/Schnabel 1998, S. 206). Auch die Schnelligkeit beruht auf zentralnervösen Steuerungsprozessen (vgl. Martin u.a.), wird aber traditionell den konditionellen Fähigkeiten zugeordnet.

aus Leistungskurs Sport  28.10.06


KRAFTARTEN **

Beim derzeitigen Kenntnisstand ist eine Einteilung in Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft und Kraftausdauer sinnvoll.

"Die konditionelle Fähigkeit Kraft beschreibt solche Muskelleistungen, die mindestens 30% der jeweils überwindbaren Last betragen". (Martin)  

"Die konditionelle Fähigkeit Kraft beschreibt solche Muskelleistungen, die mindestens 30% der jeweils überwindbaren Last betragen". (Martin) Text: Erscheinungsformen der Kraft

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Maximalkraft Maximalkraft ist die größtmögliche Kraft, die willkürlich gegen einen Widerstand ausgeübt werden kann.

Nach neueren Untersuchungen zu den Kraftarten wird die Maximalkraft als eine "Basiskraft" dargestellt. Diese Tatsache ist auch für die Trainingsmethodik von Bedeutung.

Schnellkraft Schnellkraft ist die Fähigkeit, optimal schnell Kraft zu bilden.

(den eigenen Körper oder ein Gerät mit hoher Geschwindigkeit zu bewegen bzw. Widerstände mit höchstmöglicher Kontraktionsgeschwindigkeit zu überwinden)

Reaktivkraft Reaktivkraft ist Fähigkeit, bei Dehnungs-Verkürzungszyklen der Muskulatur einen hohen Kraftstoß zu erzeugen.

(Kombination von exzentrischer und konzentrischer Kontraktion)

Kraftausdauer Kraftausdauer ist die Ermüdungwiderstandsfähigkeit bei lang andauernden oder sich wiederholenden Kraftleistungen.

 

Die Erscheinungsformen der Kraft ( Kraftarten / Maximalkraft, Schnellkraft, Reaktivkraft, Kraftausdauer) und die

verschiedenen Trainingsziele werden durch bestimmte Trainingsarten und -methoden herausgebildet. Zunächst sollte

bei allen Kraftarten eine Verbesserung des Muskelquerschnitts angestrebt werden


Muskelaufbautraining/ Maximalkraft

  • Für den Fitness-, Gesundheits-und Rehabilitationsbereich ist der Muskelaufbau die vorwiegende Trainingsmaßnahme.

  • Die Schnellkraft wird nur über die Maximalkraft angesteuert, und zwar in der Reihenfolge: Zuerst Muskelaufbau bis zu einem relativen Optimum, dann Verbesserung der intramuskulären Koordination und anschließend gesondertes Training zur Verbesserung der Muskelkontraktionsgeschwindigkeit (= Schnellkraft). Das spezifische Schnellkrafttraining kann auch bereits parallel zur Maximalkraftentwicklung durchgeführt werden.

  • Für den Kraftausdauerbereich sind zwei Wege möglich: Entweder über die Maximalkraft, d. h. also zunächst Muskelaufbau, dann intramuskuläre Koordination (IK), oder über die verstärkte lokale Muskelausdauer (aerobe Energiebereitstellung).
aus Leistungskurs Sport  28.10.06

KOORDINATIVE FÄHIGKEITEN **

Koordination ist das harmonische Zusammenwirken von Sinnesorganen, peripherem und zentralem Nervensystem (ZNS) sowie der Skelettmuskulatur. Koordinative Fähigkeiten bewirken, dass die Impulse innerhalb eines Bewegungsablaufs zeitlich, stärke
und umfangmäßig aufeinander abgestimmt werden und die entsprechenden Muskeln erreichen.Dabei ist zu bedenken, dass eine einzelne koordinative Fähigkeit nicht isoliert die sportliche Leistung bestimmt.Vielmehr muss das Beziehungsgefüge der koordinativen Fähigkeiten bei der jeweiligen Bewegung oder Sportart gesehen werden. Oft besteht auch eine Verbindung zu den konditionellen Fähigkeiten.

Meinel/Schnabel unterscheiden 7 grundlegende koordinative Fähigkeiten

kinästetische Differenzierungsfähigkeit Fähigkeit zum Erreichen einer hohen Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen und Teilkörperbewegungen, die in großer Bewegungsgenauigkeit und Bewegungsökonomie zum Ausdruck kommt

Reaktionsfähigkeit Fähigkeit zur schnellen Einleitung und Ausführung zweckmäßiger motorischer Aktionen auf Signale.

Kopplungsfähigkeit Fähigkeit, Teilkörperbewegungen bzgl. eines bestimmten Handlungsziels räumlich, zeitlich und dynamisch aufeinander abzustimmen

Orientierungsfähigkeit Fähigkeit zur Bestimmung und zielangepassten Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers im Raum

Gleichgewichtsfähigkeit Fähigkeit, den gesamten Körper im Gleichgewichtszustand zu halten oder während und nach umfangreichen Körperverlagerungen diesen Zustand beizubehalten oder wiederherzustellen.

Umstellungsfähigkeit Fähigkeit während des Handlungsvollzugs das Handlungsprogramm veränderten Umgebungsbedingungen anzupassen oder evtl. ein völlig neues und adäquates Handlungsprogramm zu starten

Rhythmisierungsfähigkeit Fähigkeit einen von außen vorgegebenen Rhythmus zu erfassen und motorisch umzusetzen. Außerdem die Fähigkeit einen verinnerlichten Rhythmus einer Bewegung in der eigenen Bewegungstätigkeit zu realisieren.

Die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Analysatoren (insbesondere des kinästhetischen, taktilen, statico-dynamischen,  bestimmt die Qualität der koordinativen Fähigkeiten entscheidend mit.

aus Leistungskurs Sport  28.10.06

** aus: http://www.sportunterricht.de/lksport/




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Hinweis
  • * Einen Beitrag von Christian Milkowitz zum "KRAFTTRAINING im Fitness- Studio"
    finden Sie links auf der Unterseite "THEORETISCHE GRUNDLAGEN"
  • Zum gleichen Thema finden Sie auf dieser Seite einen Vortrag von Prof. Dietmar Schmidtbleicher  (Wiesbadener Kurier 16.3.200)